Über uns

Über uns — wer hinter samoTransport steht

Wie alles anfing

Es gab einen Moment, da hat Armin in Köln auf Facebook gepostet: „Suche Fahrer Köln → Sarajevo nächste Woche, hab Kaffee, Schokolade und ein Päckchen für meine Mama.“ Drei Tage später kamen 12 Nachrichten zurück. Sechs Angebote, vier Fragen, zwei Spam-Bots. Aus den sechs Angeboten waren zwei seriös. Einer hat's am Ende gefahren.

Daraus wuchs ein Gefühl: das muss besser gehen. Nicht weil Facebook nicht funktioniert — sondern weil jede Familie diese Suche von vorne anfängt. Jede Woche. Jede Sendung. Und auf der anderen Seite stehen Fahrer, die ihre Touren mehrmals im Monat machen und froh wären, wenn sie nicht jedes Mal in zehn Gruppen posten müssten.

Anfang 2026 ist samoTransport entstanden. Nicht aus einem Hackathon, nicht aus einem Pitch-Deck, nicht aus „in der heutigen schnelllebigen Welt“ — sondern aus dem konkreten Frust: warum muss das immer so umständlich sein? Und wir dachten: vielleicht muss es das nicht.

Warum wir kein Konzern werden wollen

Konzerne können viel. Skalieren, Werbung schalten, Investoren-Pitch in San Francisco machen. Was sie aber meistens nicht können: dich verstehen, wenn du anrufst und sagst „bratku, meine Mama braucht den Karton bis Freitag“. Da ist dann eine Hotline mit Wartemusik, eine Service-Nummer in Indien und ein Ticket-System, das deine Geschichte in einem 80-Zeichen-Feld zusammenfasst.

Wir wollen das nicht. Auch nicht später, wenn wir wachsen. Wir wollen klein bleiben in dem Sinn, dass du immer einen Menschen erreichst. Wir wollen anders sein in dem Sinn, dass wir die Sprache sprechen. Wir wollen vertraut sein in dem Sinn, dass jemand bei uns selbst weiß, was Heimweh ist.

Wachstum ja — wenn's die Diaspora besser bedient. Wachstum nein — wenn's bedeutet, dass wir das Persönliche verlieren.

Was wir nicht machen

Wir schalten keine Display-Werbung in fremden Apps. Wer uns kennt, kennt uns über die Diaspora-Community — Mund-zu-Mund, Facebook-Gruppen, Flyer im Klub.

Wir haben keine anonyme Hotline. Wer anruft, landet bei einem von uns drei. Auf Deutsch, Bosnisch oder Polnisch.

Wir nutzen keine blinden Algorithmen. Welcher Fahrer welche Anfrage bekommt — das entscheiden Strecke, Bewertung und Tier. Keine Black-Box, keine Bidding-Mafia. Du siehst jeden Fahrer, der auf deiner Strecke fährt.

Und wir versprechen keine 24-Stunden-Lieferzeit nach Sarajevo. Geht physikalisch nicht, ist gelogen.

Wer wir sind

Armin Imamovic — Gründer, Einzelunternehmer, betreibt das Ganze aus Jülich bei Köln. Bosnier mit deutschem Pass, fährt seit 30 Jahren die Strecke. Hat samoLabs gegründet, die Dachgesellschaft. samoTransport ist eines der Produkte daraus.

Dazu kommen freie Mitarbeiter für Support, Entwicklung, Übersetzung. Klein, aber durchdacht. Wer bei uns anruft, kriegt einen aus dieser Mannschaft ans Telefon — kein Drittsystem.

Wir haben kein Team-Foto. Nicht weil wir uns verstecken — sondern weil's nicht wichtig ist. Wichtig ist, dass dein Karton nach Mostar kommt.

Wo es hingeht

Kurz: noch mehr Korridore. Tschechien, Slowakei, Ungarn — diese Strecken sind technisch vorbereitet, aber wir warten auf genug Diaspora-Volumen, bevor wir live gehen.

Mittelfristig: Cross-Docking-Hubs in Deutschland. Heißt: in Köln, Frankfurt, Hamburg, München gibt's Umschlag-Lager, wo Sammelladung aus mehreren Städten gebündelt wird. Spart Fahrten, spart Sprit, spart Maut. Modell läuft schon im Hintergrund.

Langfristig: Heimat bleibt der Mittelpunkt. Egal wie viele Länder wir bedienen, wie viele Fahrer wir haben, wie viele Sendungen wir vermitteln — wir bleiben Diaspora-Plattform. Nicht „europaweite Frachtlösung“. Diaspora.

Ein kleiner Brief zum Schluss

Wenn du das hier liest und denkst „ja, hört sich gut an, ich probier's mal“ — dann ist das genau die Idee. Mach eine Sendung. Wenn was nicht klappt, ruf an. Wenn alles klappt, erzähl's der Schwägerin im Klub.

Wenn du Fahrer bist und denkst „nochmal eine Plattform, wo ich mich anmelden soll“ — verstehen wir. Aber probier's einmal. Wenn du nach der ersten Tour findest, das war anders als die anderen Plattformen — gut.

Wenn du was schreiben willst, was wir besser machen sollten — schreib's uns. Wir lesen jede Mail, nicht aus Pflicht sondern weil's hilft.

Hvala. Dank. Dziękuję.

— Armin und das samoTransport-Team